Samstag, 24. März 2012

Haute Couture im Blumenbeet


Chillen in der Sonne.
Ich bin ein bisschen ungeduldig. Ich sehe die ersten Farbtupfer und spüre die Frühlingssonne. Ich höre das Vogelgezwitscher und spüre, wie mich meine Ballerinas anstarren. Offiziell ist er auch da, der Frühling. Doch irgendetwas fehlt da noch. Denn die Bäume hier in meinem Umfeld sind scheinbar noch in den letzten Resten des Winterschlafs gefangen. Wir haben nun Ende März und ich seh noch kein zartes Grün an den Ästen und Zweigen. Das frühlingsfrische Grün der winzigen Blättchen erinnert mich immer an meine Kindheit. Mein Vater ist dann regelmäßig kurz vor Ostern los und hat uns einige Birkenzweige besorgt. Und die haben uns dann (je nachdem, ob sein Timing gepasst hat) an Ostern mit ihren zarten Blättchen erfreut, die sich aus den geschlossenen Knospen entwickelten.

Wer weiß, vielleicht hat meine Ungeduld schon morgen ein Ende. Derweil wende ich mich eben den Farbtupfern zu, die hier rundherum mit der Sonne um die Wette strahlen: den Krokussen. Gelb, Lila und Weiß sind sie und sie tummeln sich zu Tausenden auf Wiesen und Beeten. Endlich, denk ich mir. Endlich, vertreiben sie das Grau des Winters. Und wenn man sie sich so anschaut, kann man nur gute Laune bekommen. Mir jedenfalls geht es so. Mein absoluter Favorit ist ...

Mittwoch, 21. März 2012

Schlaf Kindlein, schlaf!


Als Mensch ohne Führerschein bin ich auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen. Das ist manchmal lästig, oft aber auch praktisch und ganz selten urkomisch und herzergreifend zugleich. Genau so einen Moment habe ich aber erst vor ein paar Tagen erlebt, als ich abends gegen 20:00 Uhr mit der Deutschen Bahn unterwegs war. 

Die anderen Fahrgäste waren mit großer Sicherheit in den meisten Fällen keine Reisenden, die in den Urlaub oder aus selbigem zurückfuhren, sondern vor allem Pendler, die nur mit Handtasche oder Rucksack ausgestattet wie ich nach einem langen Arbeitstag nach Hause fahren wollten. Eine Stunde dauerte meine Zugfahrt und da ich k.o. war, müde und es noch dazu draußen dunkel war, entschied ich mich, einfach nur Musik zu hören und aus dem Fenster zu gucken. Da gab's natürlich nicht viel zu sehen außer ein paar vorbeihuschende Lämpchen.
Da ich eh überall schlafen kann, wenn ich müde bin, klappten meine Augenlider schneller zu als mir lieb war. Die Musik, die ich über Kopfhörer hörte, nahm ich irgendwie noch wahr. Trotzdem zuckte ich dann doch sehr zusammen, als mich auf einmal jemand leicht am Arm anstupste. Scheinbar war ich doch richtig eingeschlafen, sonst hätte ich die Schaffnerin, die jetzt neben mir stand und freundlich nach meinem Zugticket fragte, doch irgendwie schon eher wahrgenommen.
Leicht nervös und peinlich berührt streckte ich ihr mein Ticket entgegen. Sie nickte, ging weiter und … musste auch die Zugreisenden in der Reihe vor mir anstupsen. Ich konnte mir das Grinsen nicht verkneifen und dachte innerlich: „Puuuh dann geht es dir wenigstens jetzt nicht alleine so!“

Dienstag, 6. März 2012

Erdbeerglück


Ich habe letztens etwas getan, dass für mich so untypisch ist…oder eigentlich auch nicht. Erdbeeren gekauft! Oh ja, kein großes Ding…?! Doch! Es war noch Februar also noch ein gutes Vierteljahr, bis man die ersten frischen einheimischen Erdbeeren auf Wochenmärkten kaufen kann. Und eigentlich bleibe ich da standhaft. Nein, warum immer Obst importieren, dessen Saison noch nicht einmal annähernd gekommen ist. Belastet nur die Umwelt und den Geldbeutel. Soviel dazu. Ich bin schwach geworden und der Spontankauf meiner Lieblingsfrucht war unvermeidbar. Wie mich diese knallroten, saftig aussehenden Früchtchen so anlächelten und sich in ihrem Plastikhäuschen von ihrer schönsten Seite präsentierten und als auch noch der Geruchstest bestätigte, dass diese Früchtchen direkt auch noch den typischen Erdbeerduft verströmten (ganz wichtiges Kriterium!) – da war es um mich geschehen. Schuppdiwupp (Ist das nur ein Fantasiewort meinerseits?) und die Beeren mit den roten Bäckchen lagen in meinem Einkaufswagen.  Mein Verstand hat sich dann auf dem Nachhauseweg wieder eingeschaltet, doch ich habe ihn mit Argumenten (gesunder Snack) klein halten können. Und was soll ich sagen, die Früchtchen waren ihr Geld wert! Saftig und lecker als Morgensnack mit frischer Milch haben sie mir den Start in den nächsten Tag auf gesunde Weise versüßt.

Dabei assoziiere ich Erdbeeren eigentlich immer mit dem beginnenden Sommer und noch recht milden Mai- und Juni-Tagen. Und mit wunderbar leckeren Rezepten, denn Erdbeeren sind so vielseitig verwendbar und ich kenne keinen, der sie nicht mag. Dabei habe ich schon eine Menge ausprobiert und bin in meinem Rezeptordner auf diesen leckeren Cocktail gestoßen. Er kommt wunderbar bei Mädelsabenden an und wurde letztes Jahr während des Tv-Marathons zu einer royalen Hochzeit (Wir alle wissen, von welcher Hochzeit ich da spreche.) und zum ESC-Event auf der heimischen Couch an meine Gäste weitergereicht. Das beste Kompliment ist dann, wenn diese nach dem Rezept fragen. Solche Komplimente zaubern dann auch immer ein Lächeln auf meine Lippen. Und da der Cocktail auch kaum Arbeit macht und viel zu lecker ist, um seine Zubereitung zu verschweigen, folgt nun natürlich noch das Rezept.
Viel Spaß beim Zubereiten und Genießen!




Montag, 5. März 2012

Geheimrezept zum Glücklichsein - Seifenblasen


Sie zählen zu den wenigen Dingen im Leben, die nie an Faszination verlieren werden, Seifenblasen. Das Wasser-Seifen-Gemisch ist mir erst gestern Abend wieder 'begegnet', als ich ein Live-Video von einer meiner Lieblingsbands geschaut habe. Ein Open-Air, eine Bühne mit einer Rockband, die eine ihrer einfühlsamsten Balladen präsentiert, und ein Menschenpulk in den vorderen Reihen, das mit Pustefixen Seifenblasen aufsteigen lässt. Ein leises „Oiii“ ging mir von den Lippen und ich überlegte, ob das jetzt schon kitschig sei oder einfach nur eine niedliche Idee.

Es ist doch schon interessant, wie zeitlos diese unscheinbaren kurzlebigen Bläschen sind. Ich erinnere mich, dass ich schon als Kind begeistert die Pusteringe um mich herum wirbelte, um dann den Seifenblasen hinterher zu laufen, sie auf meiner Hand tänzeln zu lassen, bis sie schließlich – wie ich heute immer noch bedauere – viel zu schnell zerplatzten. Ich gestehe, dass ich mich deshalb um so mehr freute, als ich letztes Jahr in einem Deko-Geschäft wahre Pustefix-Giganten fand, die mehr als doppelt so große Pusteringe hatten. Größere Pusteringe, größere Seifenblasen, längere Seifenblasenlebensdauer! Ich suchte für mich selbst nach einer guten Ausrede, um diesen Riesenpustefix mit gutem Gewissen und ohne peinlich berührt zu wirken, zu kaufen, ging zur Kasse und fand mich einen Tag später im Garten mit meiner Nichte wieder. Und es zeigte sich, Seifenblasen kennen keine Altersbeschränkung. Sie kitzeln die Seele und versprühen bei allen, die sich in ihrer Umgebung aufhalten, gute Laune.

Wenn es tatsächlich so einfach ist, Glück und Freude in die Welt zu pusten, frage ich mich, warum man in unserer Gesellschaft eigentlich immer Millionen für Werbespots und andere Marketingkampagnen ausgibt, um positiv auf sich und seine Produkte aufmerksam zu machen. Aber andererseits wäre es auch viel zu schade, wenn Seifenblasen für derartige Geschäftsvorgänge 'benutzt' würden.
Dass man Seifenblasen trotzdem auf eine schöne, nicht aufdringliche Art funktionalisieren kann, habe ich bei meinem letzten Besuch in der Neustadt von Dresden erfahren. Ich lief eine verkehrsreiche Straße entlang, in der wegen der vielen dort ansässigen Cafés wohl auch nachts alles andere als Ruhe herrscht. Aber nicht nur Cafés, sondern u.a. auch ein Geschäft für Musikinstrumente und ein Spielzeuglädchen haben sich dort niedergelassen. 
Noch ganz begeistert von dem pinken Bass, der mich im Schaufenster des Musikinstrumentenladens anstrahlte, stolperte ich fast über die kleine Attraktion vor dem Spielzeuglädchen. In einem kleinen Puppenstuhl aus Holz, wie ich ihn in ganz ähnlichem Design als Kind auch mal besaß, saß ein Teddy und blies unaufhörlich Seifenblasen auf den Fußweg. Ich konnte mir einen kleinen Aufschrei nicht verkneifen. Ich war derart überrascht, dass mich meine Begleitung verwirrt anblickte. Sie hatte das kleine Szenario vor dem Spielzeuglädchen nicht entdeckt, wie sich kurz darauf herausstellte. 
Da sitzt also auf einer der belebtesten Straßen dieses Stadtviertels vor einem kleinen unscheinbaren Laden ein Teddy, der den Fußgängern fast unbemerkt vorführt, wie er – natürlich vollautomatisch – mit einem Pustefix Seifenblasen in die Stadt fliegen lässt. Dieses Szenario ließ mich für einen kurzen Moment vergessen, wo ich gerade mit wem weshalb wo bin. Die Seifenblasen winkten mir, holten mich ab und nahmen mich mit in eine Welt, die mich sehr an meine Kindertage erinnerte. Für einen Moment stand die Welt um mich herum still und ich fühlte wie die Seifenblasen meine Mundwinkel bis zu meinen Ohrläppchen dehnten. Meine Augen verfolgten wie gebannt, wohin sich die Seifenblasen wendeten. Dann kam jedoch der Moment, in dem die Welt wieder an Fahrt aufnahm und mich zurück in den Alltag schubste – ein Pieks, der die Seifenblasen zerspringen ließ. 
Einen kurzen Moment lang war ich traurig, dass meine Reise mit den Seifenblasen schon wieder vorbei ist. Doch dieser "Kurztrip" hat so sehr die Seele gestreichelt, dass ich einfach nur vor Glück und Freude strahlend an dem Spielzeuglädchen vorbeiging und mich freute, dass irgendwann mal jemand etwas so Bezauberndes wie Seifenblasen erfunden hat. Und der Ladenbesitzer hat zumindest bei mir mit dieser kleinen Attraktion erreicht, dass ich das nächste Mal, wenn ich wieder in der Nähe bin, sicherlich den Laden aufsuchen und hineingehen werde. Wer braucht da noch teure Werbespots oder Anzeigenkampagnen?!

Also wenn es euch in nächster Zeit mal nicht so gut geht oder ihr Menschen in euren Bann ziehen wollt, schnappt euch ein Pustefix und beglückt die Welt mit Seifenblasen! 



Sonntag, 4. März 2012

Frühlingsboten und Twitter



Hallo geliebter Frühling!

Ja ich gebe es zu: Teilweise ist es echt schwierig, sich dem trüben Grau zu entziehen und die Gedanken auf Frühlingstimmung umzuschalten. Man sitzt im Bus, starrt zum Fenster heraus, das irgendwie noch zu stark mit Schmutzpartikeln des Winters „glänzt“ und sieht Grautöne in allen Variationen. Hallo März, wo bist du denn? Aber ich will fair bleiben, immerhin haben sich schon einige Sonnenstrahlen hinausgewagt. Ganz zögerlich noch, aber sie waren da. Und sie haben sich gut angefühlt. Dieses wärmende Gefühl der ersten Frühlingssonne auf dem Gesicht, wie kleine tanzende Glücksmomente krabbeln sie meine Wangen entlang und ich fühle mich gleich besser. Heute ist Sonntag und auch die ersten Frühlingsboten wollen anscheinend noch etwas Ruhe, sie verstecken sich. Aber das sei ihnen gegönnt. Ich weiß, sie sind da. Ich habe sie gesehen und das allein lässt mich schon strahlen. Wenn sie genügend Kraft und Ruhe getankt haben, dann kommen sie schnell und mit voller Wucht. Ich freue mich auf Farbexplosionen im wahrsten Sinne des Wortes. Wiesen, auf denen das frische Grün des Grases im Wettstreit liegt mit dem Blau, Gelb und Weiß der Krokusse und Winterlinge. Und das erste zarte Grün an den Bäumen, das bald einen Sichtschutz für seine gefiederten Bewohner bieten wird, die sich dann voll und ganz um das neue Leben kümmern werden, das in ihren Nestern sitzt und es kaum erwarten kann, in die milde Frühjahrsluft hinaus zu starten.

Übrigens habe ich im Baum vor den Fenstern meiner Wohnung einen kleinen Gefährten, der sich den Frühling wohl noch sehnlicher herbeiwünscht, als ich. Seit Tagen sitzt er bereits kurz nach Mitternacht in der Baumkrone und zwitschert aus voller Kehle. Aber vielleicht habe ich ihn auch nur falsch verstanden und er sendet nur einige Statusmeldungen in die weite Welt hinaus. Denn „twittern“ heißt im Deutschen nichts anderes als „zwitschern“. Doch wer weiß, vielleicht enthält eine seiner Meldungen genau das, was den Frühling anlockt. Ich wünsche dem kleinen Kerl jedenfalls viel Erfolg!

Samstag, 3. März 2012

In Kürze mehr...

Hey,
das erste Funkeln erfolgt in Kürze :)